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Mitsommer und Eintritt in das Tierkreiszeichen Krebs

Mitsommer und Eintritt in das Tierkreiszeichen Krebs

Am 21. Juni feiern wir Mitsommer, den längsten Tag des Jahres, und die Sonne mit ihrer vitalen Kraft. Und bei all den Feiern und Ritualen zu Ehren der Sonne, bleibt ihr Eintritt in das Tierkreiszeichen Krebs am 21. Juni oftmals unbeachtet.
Über das Tierkreiszeichen Krebs herrscht nicht die Sonne, sondern der Mond. Das männliche Prinzip der Sonne und das weibliche des Mondes teilen sich also diesen besonderen Moment im Jahreskreis.
Während der Verlauf der Sonne entlang der Ekliptik ruhig den großen Rhythmus der wechselnden Jahreszeiten beschreibt, scheint der Mond mit seinen wechselnden Phasen und den Monatswechseln fast unruhig und launisch.
Ist der Mond aber letztlich tatsächlich nur auf Emotionen, weibliche Passivität, Mütterlichkeit und das empfangende Prinzip zurückzuführen, wie wir es in der psychologischen Astrologie gewohnt sind?
Ist der Mond wirklich nur der Spiegel, der das Sonnenlicht reflektiert, so als bräuchte er es, um überhaupt wahrgenommen zu werden?

Das Sonnenprinzip wird in der psychologischen Astrologie u.a. als Persönlichkeit, Geist, Identität und „Weg zu mir selbst“ beschrieben, das Mondprinzip hingegen wird u.a. mit den Worten Emotionen, emotionale Bedürfnisse und Sicherheit, Gefühle und „sich emotional um sich selbst und andere kümmern“ beschrieben.
Beim Lesen der Beschreibungen zum Sonnenprinzip bekommt man sofort Lust, aufzuspringen und den Weg zu sich selbst zu beginnen, das Mondprinzip hingegen lässt innere Weichheit zu, man spürt und fühlt.
Letztlich kann aber das Eine nicht ohne das Andere: Was wäre unsere Persönlichkeit ohne unsere Gefühle? Und wie können wir uns selbst finden, wenn nicht unsere Emotionen uns den Weg weisen? Sonne und Mond brauchen einander, jeder ist aktiv und beide sind gleich stark in ihren Energien.
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Wer sollte die Kraft der Emotionen besser kennen als der Krebsgeborene? Wer initiiert und bewegt die innere und äußere Welt effektiver mit der vitalen Kraft der Gefühle? Wie mein Artikel „Bachblüten und Krebs“, den ihr auch im Blog findet, beschreibt:
„Die grundsätzliche Energie des Krebses ist geprägt von Gefühlen. Alles wird durch eine emotionale Brille gesehen. Krebsgeborene sind sehr intuitiv und phantasievoll, sie lieben es zu träumen, sind anpassungsfähig und einfühlsam (…) in ihrem Reichtum und ihrer schöpferischen Kraft immer fließend und in Bewegung. So wie das Wasser, das Element des Zeichens Krebs, und der Mond, sein Herrscher, sich immer verändern, so verändert sich auch der Krebs stetig in seinen Gefühlen. Über das Gefühl tritt der Krebsgeborene in Kontakt mit der Umwelt, fließt mit ihr mit, nimmt emotionale Strömungen auf und sucht in ihnen Geborgenheit, Sicherheit, ein Zuhause für seine Gefühle.“
Die Gefühle als Antrieb, um Dinge zu beginnen – Krebs ist ein kardinales Zeichen – oder sie zu verändern, aber auch die Fähigkeit, Dinge geschehen zu lassen, dem Fluss des Lebens zu folgen, das zeichnet den Krebsgeborenen aus.

Im Juni bringt das Licht der Sonne Verborgenes ans Licht. Auf psychologischer Ebene bedeutet das, dass es ein guter Moment ist, unsere Schattenseiten anzusehen, diese Anteile in uns, die wir nicht so sehr mögen oder deren Existenz wir vielleicht sogar ganz aus unserem Bewusstsein verdrängt haben, die uns aber von der Außenwelt gespiegelt werden.
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Es geht um unsere emotionale Innenwelt, die im Dunkeln verharrt und dringend verstanden und –dank der geistigen Fähigkeit unserer Persönlichkeit – wieder in unser Gefühlsleben integriert werden möchte.
Die vitale Kraft des Monats Juni und die Sonne bringen Licht in das Dunkel unserer Emotionen, die nun wachsen und reifen oder sich verändern dürfen. Es ist ein guter Moment im Jahr, sich um die eigenen emotionalen Bedürfnisse zu kümmern.
Hierbei ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, ob wir uns überhaupt selber genug lieben, um unsere emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen oder ob wir uns viel mehr in denen der anderen verlieren?

Im Juni scheint die Natur zu explodieren unter der Kraft der Sonne – und wir? Wachsen wir auch oder gibt es da Seiten in uns, die schon länger nicht mehr gewachsen sind, die vielleicht sogar überflüssig geworden sind? Jetzt, mit der Hilfe der Sonnenenergie, können wir Licht in den Keller unserer Seele bringen und erkennen, was wachsen möchte und sollte, und was aussortiert werden kann an alten Gefühlen. Manchmal verweigern wir uns selbst den klaren Blick auf Dinge, Menschen oder Lebenssituationen, die wir nicht länger brauchen, um innerlich zu wachsen. Veränderung macht Angst, wir wissen nicht, was danach kommt. Zum Glück ist der Mond ein großer Lehrmeister in Veränderungen, das zeigt er uns mit jeder seiner Mondphasen. Wir brauchen uns nur uns selber anzuvertrauen, unseren Gefühlen trauen, um so unserer Persönlichkeit die Möglichkeit zu geben, die nötigen Veränderungen umzusetzen, Licht in das Dunkel zu bringen und so auf dem Weg zu uns selbst zu wachsen.

Aus all diesen Gründen und vielen mehr hat der Kosmos der Lebenskraft der Sonne und der Lebenskraft des Mondes gemeinsam die Mitsommerzeit anvertraut. Zusammen können sie große Veränderungen in uns bewirken.

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